Johannisbrot: Süß, gesund und kaum bekannt

Posted By: Peter on Nov 12, 2014 in Mallorquinische Produkte
Johannisbrot-Bier von Mallorca

Die braune Frucht steht am Wegesrand auf Mallorca und hat es wirklich in sich. Sie ist süß, gesund, ersetzt Kaffee und Kakao, senkt das Blutfett, regt die Fettverbrennung an und soll der Legende nach für ein volles Portmonee sorgen.

Auf Mallorca findet man zahlreiche Johannisbrotbäume. Sie stehen teilweise an den Wegesrändern und fallen aufgrund Ihrer zahlreichen brauchen Früchte ins Auge. Im Spätsommer fallen diese zu Boden und bleiben dort nicht selten einfach liegen.

Wer die Frucht nicht kennt, glaubt deshalb schnell, dass sie wertlos und nicht nutzbar ist. Das ist allerdings ein Irrtum. Die braune, an eine Schote erinnernde Johannisbrot-Frucht ist eine altes Lebensmittel, das lange Zeit für Mensch und Tier verwendet wurde.

Johannisbrot gilt als gesund. Die Schoten sind reich an Mineralstoffen und enthalten größere Mengen Eisen, verschiedene B-Vitamine sowie Vitamin A. Zudem soll Johannisbrot helfen, die Blutfettwerte zu senken und die Fettverbrennung anzuregen.

Die Schoten lassen sich direkt vom Baum pflücken und essen. (Haupterntezeit ist im September.) Sie schmecken ein wenig bitter, gleichzeitig aber auch sehr süß. Ihr Geschmack erinnert ein wenig an Lakritz. Man kann die Frucht mahlen und als Kaffee oder auch Schokoladenersatz verwenden. Das wird auch heute noch gemacht. Entsprechende Produkte finden Sie beispielsweise zuhause in Bioläden und Reformhäusern.

Wer die Früchte mahlt, kann Sie auch zum Backen verwenden und anstelle von Kakao einsetzen, etwa für einen Marmorkuchen. Auch im Schokopudding macht sich gemahlenes Johannisbrot sehr gut. Tipp für Vegetarier: Verwenden Sie Johannisbrotmehl als Geliermittel, etwa für Marmeladen.

Johannisbrot überrascht noch mit einer Besonderheit: Seinen Kernen. So soll es niemals zwei identisch aussehende Kerne geben aber dennoch haben alle stets das exakte Gewicht von 0,18 Gramm. Warum ist das besonders? Diese Gewicht entspricht exakt einem Karat. Man hat die Johannisbrotkerne deshalb früher auch zum Wiegen von Gold, Gewürzen und anderem verwendet.

Eine alte Legende besagt: Wenn ein Johannisbrotkern im Portmonee liegt, wird dieses niemals leer sein. Ein ausgezeichneter Grund, sich im nächsten Urlaub nach einer heruntergefallenen Frucht zu bücken.

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