Spanien: So vermeiden Sie Fettnäpfchen

Posted By: Peter on Jun 29, 2015 in Information
Kein Fettnäpfchen in Cala Millor

Wer im Urlaub auf Mallorca nicht unangenehm auffallen und sich nicht blamieren möchte, sollte einige Dinge beachten. Dann irritieren Sie keinen Spanier und gehen peinlichen Situationen aus dem Weg.

Viele Dinge, die uns in Fleisch und Blut übergegangen sind, und die wir im Alltag in Deutschland als völlig normal betrachten, können im Ausland Irritationen auslösen oder einfach nur zu peinlichen Situationen führen. Möchte man in den Ferien in Cala Millor nicht als unwissend oder gar unhöflich auffallen, ist es gut zu wissen, was einen Mallorquiner irritieren kann.

Restaurant und Café
Die Fettnäpfchen lassen sich leicht umschiffen, wenn man sie denn kennt. Eine Stolperfalle lauert beispielsweise in einem gut gefüllten Restaurant oder Café. Wir sind es gewohnt, uns nach höflichem Fragen mit an einen Tisch zu setzen. Das machen Spanier grundsätzlich nicht. Schon die Frage empfinden Mallorquiner als ausgesprochen unhöflich. Möchten Sie niemanden verärgern, suchen Sie besser woanders ein freies Plätzchen oder fragen Sie den Kellner.

Leerer Teller
Wir werden schon von Kindesbeinen an erzogen, immer den Teller leer zu essen. In einem spanischen Restaurant aber auch bei spanischen Gastgebern gilt das als sehr unhöflich. Der leere Teller sendet Spaniern das Signal, dass Sie nicht satt geworden sind. Trinken Sie auch das Glas nicht komplett aus. Man wird Ihnen ansonsten stets mehr Essen anbieten und immer wieder nachschenken wollen, um Sie vollkommen zufriedenzustellen. Reste auf dem Teller oder im Glas zeigen, dass Sie genug haben und zufrieden sind.

Getrennte Rechnung
Zahlen Sie immer die gesamte Rechnung. Möchten Sie den Betrag aufteilen, machen Sie dies später, nachdem Sie das Lokal verlassen haben. Besser: Geben Sie in der nächsten Kneipe die nächste Runde aus, um Ihren Anteil an der Gesamtsumme zu übernehmen. Sollte es doch einmal zum Aufteilen eines Betrages kommen, teilen Spanier den Betrag gleichmäßig durch die Zahl der Gäste. Man rechnet nicht aus, wer wie viel gegessen oder getrunken hat.

Trinkgeld
Auch in Spanien ist es üblich, dem Ober oder Kellner Trinkgeld zu geben. Jedoch lässt man dieses beim Verlassen des Lokals auf dem Tisch zurück. Es ist absolut unüblich, die Endsumme gegenüber dem Ober aufzurunden.

Taxi
In Deutschland kein Problem, in Spanien sehr ungewöhnlich: vorne im Taxi einzusteigen. Fahrgäste nehmen in Spanien immer auf den Rücksitzen Platz. Der Beifahrersitz kommt in Spanien höchstens dann infrage, wenn nicht alle Gäste auf der Rückbank Platz finden.

Begrüßung
Spanier geben sich bei der Begrüßung Küsschen auf die Wangen und schütteln sich nicht die Hand. Händeschütteln ist im privaten Rahmen sehr ungewöhnlich. Man macht dies nur bei sehr formellen Anlässen. Sind Sie unsicher, warten Sie ab, wie Ihnen Ihr Gegenüber entgegentritt und reagieren Sie entsprechend.

Kein „Nein!“
Gehen Sie sehr zurückhaltend mit einem „Nein!“ um. Das gilt in Spanien als harsche Ablehnung und wird negativ aufgenommen. Geben Sie stattdessen eine Umschreibung, respektive Begründung, warum Sie etwas leider nicht tun können.

Vorsichtige Kritik
Kritisieren Sie nicht direkt. Wählen Sie auch hier den vorsichtigen Weg. Sprechen Sie stattdessen ein Lob aus und fügen Sie vorsichtig an, wo oder wie man etwas es eventuell noch ein wenig verbessern könnte.

Ihnen geht’s gut
Bei einer Begrüßung kommt häufig die Frage, wie es Ihnen geht. Das ist eine Floskel. Antworten Sie stets, dass es Ihnen gut oder sehr gut geht und fragen Sie zurück, wie es Ihrem Gegenüber geht. Nur bei guten Freunden können Sie ein wenig mehr Wahrheit ans Licht holen.

Sag’s mit Blumen
Sind Sie in Spanien auf einen Hausbesuch eingeladen, bringen Sie keine Chrysanthemen mit. Diese Blumen sind nur bei Beerdigungen üblich. Andere Blumen sind ok. Auch gern gesehen ist eine gute Flasche Wein oder Sekt.

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